Das Sandmandala

Dieses wichtige Ritual wird nur von ordinierten Mönchen ausgeführt. Meist dauert es mindestens 5 Jahre, bis ein Mönch diese Praxis erlernt. Für den einfachen Betrachter sieht es auf den ersten Blick nur wie ein farbenfroher,
detailreicher Kreis aus farbigen Sand aus.
Für Anhänger des tibetischen Buddhismus gilt
er als der Wohnsitz einer bestimmten Gottheit.
Diese Gottheit wird symbolisch im Zentrum des Mandalas dargestellt.
Um sie herum erkennt man die jeweiligen Schutzgottheiten.
Alle zusammen „bewohnen" einen meist quadratischen Palast mit vier Eingängen.
Der Palast ist von außen noch mit reichlich Girlanden und Schmuck verziert.
Das Ganze wird dann von einem Rahmen aus Lotus und weiteren Verzierungen eingerahmt.

Zu Beginn werden die genauen Umrisse mit Zirkel, Lineal und Bleistift auf die Fläche übertragen. Die Mönche nutzen nun feine Metallrohrchen
um mir dem bunt eingefärbten Sand dann die Flächen auszufüllen.
Dies erfordert äußerste Konzentration und Feingefühl
und kann schon mal bis zu 12 Tage in Anspruch nehmen.
Ein Mandala soll die Teilhabe an den der Gottheiten
zugeschriebenen Eigenschaften ermöglichen.
Ein Mandala strahlt Ruhe und Harmonie aus. Es ist ein vergängliches Kunstwerk, denn zu seiner Erstellung gehört ebenfalls die rituelle Zerstörung.
Der Sand des Mandalas wird dann zusammengestrichen und während einer kleinen Zeremonie dem Wasser übergeben.
Die im Sand vereinte Energie und Kraft von Liebe und für Frieden wird so dem Kreislauf des Wassers zugeführt und somit dem Kreislauf des Lebens.
Danke an Uli von SAM NOK :-)
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