Tibetische Heilkunde
Die Tibetische Medizin (TM) betrachtet Körper und Geist als eine Einheit.
Als primäre Krankheitsursachen werden die drei sogenannten "Geistesgifte", nämlich Unwissenheit, Begierde und Hass betrachtet, also eine vordergründig psychosomatische Sichtweise. Mit Unwissenheit sind falsche Vorstellungen von der Natur des menschlichen Wesens gemeint. Begierde und Anhaftung führen zu einer Vermehrung von rLung, "Wind". Aggression und Stolz bringen die "Galle"-Energie (tib.: Tripa) ins Ungleichgewicht. Geisteszustände von Dumpfheit und Verblendung führen zu "Schleim"-Krankheiten (tib.: Päken). Sekundäre Krankheitsursachen sind zum Beispiel falsche Ernährung, jahreszeitliche Einflüsse und schädliche Sichtweisen. Da Geistesfaktoren vordergründig als Krankheitsursachen betrachtet werden, steht die Beeinflussung des Geistes im Mittelpunkt der Heilpraxis. Bedeutsamste Methode der Diagnostik ist - neben der Erfassung des Krankheitsbildes und der Krankengeschichte - die Pulsdiagnose, die mehr als 30 Pulsarten unterscheidet. Sie wird ergänzt durch die körperliche Untersuchung sowie die Urindiagnose und die Betrachtung der Zunge. Ein Tibetischer Arzt ist meist auch ein buddhistlicher Geistlicher (Lama o. Geshe). Er schafft somit eine Grundlage für einen ausgeglichenen Geist, sowie umfassendes Mitgefühl. Er sollte tief in seiner Praxis verankert sein.
Auch Menschenkenntnis und Geduld sind von großer Bedeutung


Behandlungsmöglichkeiten der TM beziehen sich zuerst auf die Ernährung sowie auf Verhalten und Lebensweise. Erst dann werden die gestörten Gleichgewichte der Energiesysteme Wind, Galle und Schleim mit Arzneimitteln behandelt. Diese bestehen vorwiegend aus Pflanzen, aber auch aus tierischen und mineralischen Substanzen. Die Tibetischen Heilmethoden greifen oft dort, wo die westliche Medizin an ihre Grenzen stösst.
Vor allem bei der Behandlung chronischer Krankheiten wie z.B. MS, Rheuma, Tinitus, Allergien oder Arthrose. Hier werden primär nicht die Symptome behandelt, sondern die Ursachen. Hier geht es meist um die Lebensweise der Patienten. Eine gesunde Lebensweise, sowie ein positiv gestimmter Geist, können viele Krankheitsverläufe positiv beeinflussen.
Auch Körperübungen kommen zu hierbei Anwendung.
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